Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt

Birdspirit

Objekt: Birdspirit
Standort: Zoologischer Garten
Stadtteil: Ostend
Künstler: Goshta, Barankinya
Material: Stein, Serpentin
Entstehung: ca. 1988
Aufstellung: Sommer 1993
Eigentümer: Günter Schwarzenberg (Dauerleihgabe an den Zoo Frankfurt)

Der Bildhauer Barankinya Goshta (Gosta) ließ sich in vielen seiner Werke von den traditionellen Maskenschnitzereien der Chewa inspirieren, eines in Süd-Ost-Afrika beheimateten Bantu-Volkes. So auch bei der Skulptur Bird Spirit, die seit 1993 im Zoo zu finden ist. Der fast dreieckige, nach oben spitz zulaufende Serpentin zeigt ein stilisiertes Gesicht, aus dessen Stirn ein Vogel emporzuwachsen scheint. Die Verbindung von Mensch und Tier ist auch ein wichtiges Motiv der Nyau, eines Geheimbundes der Chewa, dessen Mitglieder die traditionellen Masken bei rituellen Tänzen tragen. Viele der Masken zeigen Tiere, die wiederum verstorbene Menschen mit bestimmten Eigenschaften repräsentieren. Die UNESCO zählt die Tänze seit 2005 zu den 90 Meisterwerken des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit. Das Kunstwerk entstand ca. 1988 in der Tengenenge Art Community, einer Künstlerkolonie in Simbabwe. Es wurde im Juli 1989 in der Ausstellung „The Spirit of Tengenenge“ in Harare gezeigt, und dort vom Eigentümer erworben, der die Ausstellung damals für die Zimbabwe German Society kuratierte.

Text: Günter Schwarzenberg, 2020