Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt

Ein Haus für Goethe

Objekt: Ein Haus für Goethe
Standort: Taunusanlage
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Chillida, Eduardo
Material: Beton, Farbpulver und Kupferspäne
Entstehung: 1986
Aufstellung: Am 17. September 1986 wurde die Skulptur dem Magistrat der Stadt Frankfurt übergeben.
Eigentümer: Stadt Frankfurt
Mit seiner architektonischen Plastik wirft der Bildhauer Eduardo Chillida einige Fragen auf. Denn sie ist weit entfernt von den üblichen Denkmälern großer Dichter und Denker: Beton statt Bronze, abstrakte Formen und geometrische Strukturen anstelle von figürlicher Darstellung und Repräsentation. Allerdings knüpft das Werk an einem ganz anderen Punkt als die Denkmaltradition an: Es gehört in eine Werkgruppe Chillidas, die Hommagen auf bekannte Künstler, Wissenschaftler und Philosophen enthält.
Mit Ein Haus für Goethe verschafft Chillida dem Publikum auf eigenem Wege Zugang zu Goethe und seinen Werken. Er formte einen Raum, der vorne offen und daher begehbar ist. Auch kommt dieses Haus ohne Dach aus. Vielleicht dachte der Künstler an Goethes Leidenschaft für „Licht“ und dessen Eigenschaften. Er soll gesagt haben: „Das Haus eines Mannes wie Goethe könnte nicht überdacht werden: Das Licht, das er suchte, wäre unter einem Dach verborgen.“
Ein Haus für Goethe ist eines von drei Denkmälern, die für Dichter in der Taunusanlage aufgestellt wurden. Einen kurzen Vergleich mit dem Schiller-Denkmal und dem Heine-Denkmal finden Sie im Text zum zuerst genannten Objekt.

Text: Eva Burger, 2015; Christine Taxer, 2021