Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt

Euro-Skulptur

Objekt: Euro-Skulptur
Standort: Willy-Brandt-Platz
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Hörl, Ottmar
Material: Stahl-Konstruktion, Acrylglas, LED-Beleuchtung
Entstehung: 2001
Aufstellung: Wurde im Zuge der Währungseinführung im Dezember 2001 aufgestellt und in der Silvesternacht um 00:00 Uhr zum 1. Mal beleuchtet
Eigentümer: Frankfurter Kultur Komitee e.V.
Zwischen Willy-Brandt-Platz und Gallusanlage – am ehemaligen Sitz der Europäischen Zentralbank – steht die Euro-Skulptur von Ottmar Hörl. 2001 anlässlich der Einführung des Euro aufgestellt, wurde sie 2015 saniert und u.a. auf LED umgestellt: „Energiesparend, aber mit voller Leuchtkraft, strahlt das weltweit bekannte Symbol für den europäischen Zusammenhalt“, ist auf dem Blog des Künstlers zu lesen.
„Ich habe versucht, dieses Hoheitszeichen so zu entwerfen, dass jeder Mensch – egal, welcher Bildungskategorie er angehört – erkennt aha, hier ist die europäische Zentralbank, das ist das Zeichen für Euro und die Sterne sind die Zeichen für Staaten der Europäischen Währungsunion“ sagt der Künstler zu der Auftragsarbeit (in: Rede an die Menschheit, S. 202).
Darüber hinaus ist die Anordnung der Sterne „ohne Einordnungsprinzip“ bedeutsam: „Die Teilnehmerstaaten sind individuell und man wird sie vermutlich kaum so reglementieren können, dass sie alle in eine Richtung laufen.“ (ebd.). Gleichzeitig entspricht diese „einzige künstlerische Freiheit“ einer Strategie des Künstlers im öffentlichen Raum; hier verändert er Bekanntes und bietet es so dar, dass es neu erfahrbar wird und zum Hinterfragen anregt.

Text: Christine Taxer, 2021