Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt

Lewin-Funcke, Arthur

*  09.11.1866 Niedersedlitz/bei Dresden
+ 16.10.1937 Berlin

Der Bildhauer Arthur Lewin-Funcke absolvierte im Zeitraum von 1880-84 eine Lehre als Elfenbeinschnitzer in Dresden. Im Anschluss besuchte er bis 1890 die Handwerkerschule in Berlin. Danach studierte er, ebenfalls in Berlin, an der "Königlichen Akademischen Hochschule für die Bildenden Künste", u.a. bei Ernst Herter, Gerhard Janesch und Albert Wolf. Eine Studienreise führte ihn 1895-96 nach Italien. Dort erhielt er für seine Arbeiten den Rompreis und gründete das Atelier „Villa Strohl-Fern“. Um 1900/01 zog Lewin-Funcke, für ein Studium bei Denys Puech an der „Akademie Julian“, nach Paris. Lewin-Funcke gründete im Jahr 1901 die „Studienateliers für Malerei und Plastik“ in Berlin-Charlottenburg, in denen sich heute, die nach ihm benannte, „Lewin-Funcke-Schule“ befindet. Darauf folgte im Jahr 1913 die Berufung zum „Königlich-Preussischen“ Professor. Er schuf im klassizistischen Stil Akte, sowie Porträts, aus Materialien wie Bronze, Stein, Holz und Elfenbein. Diese beinhalten beispielsweise thematische Bezüge zur Frau:  weiblicher Akt „Vorfrühling" (1926/27); „Sandalenbinderin“ (1905/06); „Hingebung“ (1916); zum Thema Kind: „Kinderreigen“ (1920); „Lachendes Baby“(1908); zum Thema Mutter und Kind: „Mutter“ (1906/08); „Heilige Mutter (auf Mondsichel stehend)“ (1920/21).  

Lewin-Funcke vermittelt durch seine Skulpturen Emotionen. Diese erzeugt er durch unterschiedliche Bewegungen und Haltungen der Skulpturen, die über einen rein dekorativen Stil hinausgehen und sich insbesondere in den Kinderskulpturen widerspiegeln.

Weitere Informationen:

http://www.lewin-funcke.de/index.html