Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt

Martin-Elsässer-Denkmal

Objekt: Martin-Elsässer-Denkmal
Standort: Martin-Elsässer-Platz
Stadtteil: Ostend
Künstler*in: Auslender, Ariel
Material: Bronze
Entstehung: 2015
Aufstellung: 2015
Eigentum von: Stadt Frankfurt, Kulturamt
1925 berief der Frankfurter Oberbürgermeister Ludwig Landmann den Spezialisten für Großbauten Martin Elsässer an das städtische Hochbauamt. Zusammen mit Ernst May verfolgten sie das Projekt, die Großstadt neu zu gestalten und ein „Neues Frankfurt“ zu erbauen. Im Stil der klassischen Moderne und des Funktionalismus entwarf Elsässer Schulen, Teile des Städtischen Krankenhauses (Universitätsklinikum), das Bezirkshallenband Fechenheim und weitere öffentliche Gebäude.
Elsässers Hauptwerk ist die nahe gelegene ehemalige Großmarkthalle (Entwurf und Bauleitung, 1926–1928). Bautechnisch auf höchstem Niveau, war sie für den reibungslosen Umschlag von Obst und Gemüse konzipiert. Sie verfügte über praktische Laderampen und großzügig dimensionierte Kühlkeller; und die Lage bei Osthafen und Ostbahnhof sorgte für eine optimale Verkehrsanbindung. Zudem war sie mit einem eigenen Bahnhof ausgestattet, der überdacht war und über ein Befehlsstellwerk verfügte. Insgesamt entsprach der Bau den steigenden Anforderungen des Großhandels und drückt die Vision eines „Groß-Frankfurts“ aus. Nach der Verlegung des Großmarktes 2004 begann der Umbau der Großmarkthalle; die zentrale Halle wurde erhalten und in den Neubau der Europäischen Zentralbank integriert (2010–15).
2015 wurde der nach dem Architekten benannte Platz entworfen. Elf Bronzequader stehen hier für bedeutende Bauwerke Martin Elsässers in Frankfurt. Die Objekte zeigen auf ihrer Oberseite jeweils den originalen Grundriss eines Gebäudes. Ihre Anordnung auf dem Platz entspricht ungefähr den Standorten im Frankfurter Stadtraum. Entworfen wurde das Denkmal von Ariel Auslender und seinem Mitarbeiter und Architekten Fabian Luttropp von der TU Darmstadt.

Text: Christine Taxer, 2021