Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt

Anne Frank (Wohnhaus)

Objekt: Anne Frank (Wohnhaus)
Standort: Ganghoferstraße
Stadtteil: Dornbusch
Künstler: Gebhardt, Hans-Bernt
Material: Bronze
Entstehung: 1957
Aufstellung: Die Tafel wurde anlässlich des 28. Todestages von Anne Frank angebracht.
Eigentümer: Stadt Frankfurt

Die Familie Frank bezog das Haus in der Ganghoferstraße 24 in Dornbusch, als Anne zwei Jahre alt war, und lebte dort bis 1933. Anschließend folgte die Familie dem Vater nach Amsterdam, wo er sich zuvor beruflich niedergelassen hatte. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Niederlande wurde das Leben der Franks durch antisemitische Verordnungen und Schikanen enorm eingeschränkt. Am 14. Juni 1942 begann Anne Frank, in holländischer Sprache ihr Tagebuch zu schreiben. Um den Deportationen durch die Nazis zu entgehen, versteckte sich die Familie im Hinterhaus der väterlichen Firma. Als das Versteck verraten wurde, kam Anne mit ihrer Schwester über das Arbeitslager Westerbork erst in das Vernichtungslager Auschwitz und dann in das KZ Bergen-Belsen. Im März 1945 starb sie dort, einige Wochen vor der Befreiung, an Typhus.

Wie am Geburtshaus Anne Franks im Marbachweg wurde auch hier eine Gedenktafel angebracht. Der Frankfurter Bildhauer Hans-Bernt Gebhardt schuf die Tafel mit der Inschrift:
In diesem Hause lebte Anne Frank, geb. 12.6.1929 in Frankfurt am Main. Sie starb als Opfer der Nationalsozialistischen Verfolgung 1945 im KZ-Lager Bergen-Belsen * Ihr Leben und Sterben – unsere Verpflichtung.
Die Frankfurter Jugend

Text: Janine Hagemeister, 2018