Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt

Paradiesbrunnen

Objekt: Paradiesbrunnen
Standort: Paradiesgasse
Stadtteil: Sachsenhausen
Künstler*in: Krämer, Georg
Material: Roter Sandstein
Entstehung: 1786
Aufstellung: Aufstellung der wiederhergestellten Fassung am 16.10.1968
Eigentum von: Stadt Frankfurt
Vor dem Paradieshof auf dem Paradiesplatz (Ecke Paradiesgasse/Große Rittergasse) steht der Paradiesbrunnen. Bei dem Objekt aus dem Jahr 1968 handelt es sich um eine Kopie, der Schöpfer des Originals von 1786 ist unbekannt ist. Hof, Platz, Straße sowie der alte Ziehbrunnen wurden nach Siegfried von Biedenkapp benannt, der auch Siegfried von Marburg und in Frankfurt Siegfried zum Paradies hieß. Aus Marburg kam er 1347 als reicher Mann nach Frankfurt. Wegen seines Vermögens genoss er die besondere Gunst von Kaiser Karl IV., der ihn mit dem Riedhof belehnte. Siegfried erlangte die höchsten Ehrenstellen – er wurde Schöffe, Kaiserlicher Geheimrat und Schultheiß – und erwarb von Kaiser Karl IV. 1366 das Forstamt und den Reichswald. Er galt als der größte Grundbesitzer der Stadt. 1372 übergab er den einst königlichen Besitz der Stadt Frankfurt, die im gleichen Jahr selbständige Reichsstadt mit eigener Finanzhoheit, frei in der Ausübung der Gerichte und in der Verwaltung, wurde.