Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt

Ebert-Denkmal

Objekt: Ebert-Denkmal
Standort: Paulskirche
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Scheibe, Richard
Material: Bronze
Entstehung: 1950
Aufstellung: Am 28.02.1950 zum 25. Todestag des ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871-1925). Jahrhundertfeier der Paulskirche 1948.
Eigentümer: Stadt Frankfurt
 

An der Nordseite der Paulskirche, zur Rechten des östlichen Portals, befindet sich das „Friedrich-Ebert-Denkmal“, das im Auftrag der Stadt Frankfurt vom Bildhauer Richard Scheibe geschaffen wurde und ursprünglich 1926 im Innenhof des Historischen Museums stand.

Der männliche Akt aus Bronze steht auf einer Sandstein-Konsole, ist in naturalistischer Weise ausgearbeitet und in etwa 3 Metern Höhe angebracht.

Die Figur wurde zum Gedenken an den ersten Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871-1925) 1926 zum Verfassungstag aufgestellt. Ebert, der der SPD angehörte, betrieb eine auf den sozialen Ausgleich bedachte Politik und setzte sich, trotz Widerständen, sowohl aus der eigenen Partei, als auch aus der Opposition, für das Schaffen und Bestehen der parlamentarischen Demokratie in Deutschland ein.

Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde das Denkmal bereits am 12. April 1933 auf Anweisung des NSDAP-Gauleiters Sprenger wieder entfernt und der Künstler wurde aus dem Lehramt an der Städelschule entlassen. Unter anderem wurde ihm der Bau des Denkmals zur Last gelegt, das von der Mehrheit der Bevölkerung im republikanischen Sinne interpretiert wurde.

Hochbetagt fertigte Scheibe, der 1936 an die Preußische Akademie der Bildenden Künste  Berlin gegangen war, einen Neuguss an, der am 25. Todestag Eberts, dem 28.02.1950, wieder aufgestellt werden konnte und nun seinen Platz an der Paulskirche fand.

Text: Dina Wacker, 2019

Zur linken Seite der Konsole ist folgende Inschrift in die Außenwand eingemeißelt

ZUM GEDÄCHTNIS AN DEN

ERSTEN REICHSPRÄSIDENTEN

FRIEDRICH EBERT

WIEDERERICHTET ZU SEINEM 50. TODESTAG

DEM 28. FEBR. 1950. DIE STADT FRANKFURT A.M.