Entenbrunnen
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| Objekt: |
Entenbrunnen |
| Standort: |
Richard-Weidlich-Platz |
| Stadtteil: |
Sindlingen |
| Künstler: |
Gaul, August |
| Technik: |
Bronze |
| Entstehung: |
1924 |
| Anlass: |
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In der nach dem 1. Weltkrieg als nördliche Erweiterung zu Zeilsheim neu entstandenen Siedlung in Sindlingen steht auf dem Richard-Weidlich-Platz der von dem Hanauer Tierbildhauer geschaffene "Entenbrunnen" (1921). In einem schlichten Bassin auf einem Betonbalken stehen vier Bronzeenten in natürlicher Haltung und Größe wie vor einem Trog. Die Tierdarstellungen gingen wie alle seine Skulpturen aus Gauls Naturbeobachtungen hervor. Sie sind voller Anmut, ohne idealistische Überhöhung, Sentimentalität und Pathos. Der Brunnen wurde von Dr. Richard Weidlich (1878-1960) gestiftet, der 1905-22 Direktor der Farbwerke Hoechst und langjähriger Stadtrat war. Für 7000 Reichsmark hatte Weidlich die "Enten" aus dem Nachlass des 1921 in Berlin verstorbenen Bildhauers August Gaul erworben. Schon 1911 hatte Gaul im Auftrag des Kunsthändlers Paul Cassirer für die Kreuzung Knesebeck-/Hardenbergerstraße in Berlin-Charlottenburg einen Entenbrunnen geschaffen. In ihrer plastischen Gestaltung gehen beide Entenskulpturen auf dieselben Entwürfe zurück.