Lessing-Denkmal
|
| Objekt: |
Lessing-Denkmal |
| Standort: |
Obermain-Anlage |
| Stadtteil: |
Innenstadt |
| Künstler: |
Kaupert, Gustav (1819 - 1897) |
| Material: |
Marmor und Porphyr |
| Entstehung: |
1882 |
| Aufstellung: |
1882, September 1961 Aufstellung in der Obermain-Anlage. |
|
Gustav Kaupert gestaltete 100 Jahre nach dem Tod Gotthold Ephraim Lessings im Auftrag des jüdischen Frankfurter Bürgers Herz Hayum Goldschmidt ein Denkmal zu Ehren des Dichters. 1882 enthüllt, stand es vor der ehemaligen Stadtbibliothek, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Die Büste Lessings aus weißem Marmor ruht auf einem Porphyrsockel und befindet sich seit September 1961 in der Obermain-Anlage.
Lessing veröffentlichte 1779 mit "Nathan der Weise" eines der bekanntesten Dramen aus der Zeit der Aufklärung. Ein Stück, das sich für Toleranz, Menschlichkeit und die Versöhnung der Religionen einsetzt und fast 230 Jahre nach seiner Uraufführung nicht an Aktualität verloren hat.
Lessing, der selbst daran zweifelte, dass "Nathan der Weise" auf deutschen Bühnen gespielt werden würde, erlebte die Uraufführung im Berliner Theater in der Behrenstrasse nicht mehr. Fast 230 Jahre später hat das Stück nicht an Aktualität verloren und gehört bis heute zum festen Repertoire deutscher Theater.
Der Stifter Goldschmidt ließ in eine weiße Marmorplatte folgende Inschrift einmeißeln:
SEINER VATERSTADT GEWIDMET
H.H. GOLDSCHMIDT
Gustav Kaupert, 1819 in Kassel als Sohn eines Goldschmieds geboren, wurde 1866 als Professor und Nachfolger von Johann Nepomuk Zwerger an das Städelsche Kunstinstitut berufen. Er war Schüler des bayerischen Hauptmeister des Klassizismus Ludwig Schwanthaler. Nach seiner Studienzeit an der Münchner Akademie verbrachte er einige Jahre in Italien und arbeitet im Atelier des amerikanischen Bildhauers Crawford. Hier entstanden Arbeiten wie die Kolossalstatue der "Amerika" für das Kapitol in Washington. Zu Kauperts Werken in Frankfurt gehören u.a. der Südgiebel des Opernhauses und "Tag" und "Nacht" im Giebelfeld des Hauptbahnhofs.