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Beethoven-Denkmal

  
Objekt: Beethoven-Denkmal
Standort: Taunusanlage
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Kolbe, Georg (1877 - 1947)
Material: Bronze und Diabas
Entstehung: 1926 - 1947, 1948
Aufstellung: Am 16. Juni 1951 zum 1. Bundesfest des Allgemeinen Deutschen Sängerbundes eingeweiht.
Auf einer Anhöhe in der Taunusanlage befindet sich ein Denkmal zu Ehren Ludwig van Beethovens, entworfen von Georg Kolbe und 1948, ein Jahr nach seinem Tod, fertig gestellt. Die drei in Bronze gegossenen überlebensgroßen Figuren sind eine allegorische Interpretation menschlicher Genialität. Sie zeigen, wenn auch physiognomisch nicht auf den ersten Blick identifizierbar und darum allegorisch zu verstehen, in der Mitte "Beethoven" in athletischer Gestalt. Die Arme kraftvoll vor der Brust gekreuzt, als sei er bereit jeden Widerstand aus dem Weg zu räumen. Begleitet wird er von zwei weiblichen Figuren, Symbole der inneren Stimmen: links die "Sinnende" und rechts die "Rufende", dargestellt als anmutige, amazonenhafte Frauen. Kolbe vereint in diesem Werk die weiche dynamische Linie des Jugendstils mit der exzentrischen Geste eines monumentalen Expressionismus.

Georg Kolbe wurde am 13. April 1877 in Waldheim in Sachsen geboren. Von 1895 bis 1897 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seine ersten Arbeiten waren Malereien und Lithografien, die unter dem Einfluss von Max Klinger und Otto Greiner standen. Sein Studium setzte er in Paris an der angesehenen Académie Julian fort, bevor er 1898 nach Rom ging. Durch den Einfluss von Auguste Rodin und Louis Tuaillon kam er zur Bildhauerei. Seit 1903 lebte und arbeitete er sehr erfolgreich in Berlin. Wie sein großes Vorbild Aristide Maillol schuf Kolbe meist weibliche Aktfiguren aus Bronze, die einen klassischen und harmonischen Gleichklang von Körper und Seele verkörpern sollen. 1936 erhielt Kolbe den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt.

Kolbe arbeitete von 1926 bis 1947 an dieser gewaltigen Denkmalplastik und krönte damit sein Lebenswerk. Es ist das Resultat mehrfacher, radikaler Umformungen. Bei Ausbruch des Krieges war das Großmodell fertig. Aber erst im Mai 1948 konnte die Bronzegießerei Noack in Berlin das Werk endgültig fertig stellen. Kolbe, der 1947 starb, hat keine dieser Figuren in fertigem Zustand gesehen. Für den Sockel des Denkmals wurde Diabas verwendet, ein meist grünlich eingefärbtes Ergussgestein, im Sprachgebrauch häufig als "Grünstein" bezeichnet. In Deutschland wird Diabas heute hauptsächlich im Lahn - Dillgebiet, im Sauerland, Harz und in Thüringen abgebaut. Der Stein hat ein feines Gefüge, kann geschliffen werden und ist polierfähig.