Struwwelpeter-Brunnen

  
Objekt: Struwwelpeter-Brunnen
Standort: An der Hauptwache
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Lenz-Gerharz, Franziska (1922 - 2010)
Material: Bronze Figuren
Entstehung: 1985
Aufstellung: 1985

Der Bronzebrunnen der Bildhauerin Franziska Lenz-Gerharz steht seit 1985 an der Frankfurter Hauptwache. Die Figuren sind dem Kinderbuchklassiker "Der Struwwelpeter" entnommen.

Auf einem Sockel aus Bronze steht die Titelfigur "der Struwwelpeter". Weitere Figuren sind an der Vorder- und Rückseite des Brunnens versammelt. So findet man auf der Vorderseite die drei bösen Buben Ludwig, Kaspar und Wilhelm mit dem Nikolaus und seinem Tintenfass aus der "Geschichte von den schwarzen Buben" sowie dem "Hanns Guck-in-die-Luft". Auf der anderen Seite sind "der fliegende Robert", das Paulinchen mit den beiden Katzen "Minz und Maunz" sowie der wilde Jäger dargestellt. Auf dem Brunnenbecken ist der Hase zu sehen, der über den Jäger triumphiert und ihm eine "lange Nase" macht.
In den Brunnen mit seiner Höhe von 2,50 Meter sind mehrere Wasserdüsen integriert, die den verschiedenen Gestaltungselementen Leben verleihen. So sprudelt das Wasser nicht nur aus der Mitte der Kreisornamente, sondern auch aus den Augen der beiden Katzen, die Paulinchens Tod beweinen und Wasser bringt das Tintenfass des Hl. Nikolaus zum Überlaufen. Das Buch "Der Struwwelpeter" wurde im Jahr 1845 von dem Frankfurter Nervenarzt und Dichter Heinrich Hoffmann (1809-1894) geschrieben. Bis heute wurde es in 35 Sprachen übersetzt und ist weltweit verbreitet. Begriffe wie "Zappelphilipp" oder "Suppenkaspar" tauchen in der deutschen Umgangssprache auf.
In Frankfurt befindet sich ebenfalls das Struwwelpeter-Museum. 

Der alte Struwwelpeter-Brunnen von dem Bildhauer Johann Joseph Belz wurde im Jahr 1925 anlässlich der Eröffnung des Waldstadions geschaffen. Er steht heute im Stadionbad.