Ranzenplatzbrunnen

  
Objekt: Ranzenplatzbrunnen
Standort: Huthmacherstraße
Stadtteil: Sindlingen
Künstler: unbekannt
Material: roter Sandstein
Entstehung: um 1823
Aufstellung:
Das Dorf Sindlingen hatte im Jahr 1780 rund 500 Bewohner. Deren Trinkwasser lieferten damals zwölf Ziehbrunnen, die 1823, in der Zeit der Errichtung der Pfarrkirche St. Dionysius, in Pumpenbrunnen umgewandelt wurden. In der Huthmacherstraße, benannt nach dem letzten Sindlinger Bürgermeister Josef Huthmacher, steht auf einem kleinen gepflasterten Platz der aus rotem Sandstein geschaffene Ranzenplatzbrunnen (um 1823). Er ist nach dem klassischen Vorbild der Frankfurter Altstadtbrunnen gestaltet. Auf seinem Sockel erhebt sich ein schlichter Schaft und einer ausladend krönenden Platte. Schwengel und Ausguss sind aus Gusseisen. Das halbrunde Becken ist vorgesetzt. Der Brunnen wurde 1912 demontiert und nach Höchst überführt. Seit 1978 steht er nach einer Initiative von Sindlinger Bürgern wieder an seinem alten Platz. Die Inschrift auf der Rückseite lautet:
1978 ? HAUB ? MEDER
Der Brunnen spendet im Sommer Wasser, das allerdings nur für Tiere geeignet ist, worauf ein Schild "Kein Trinkwasser" hinweist.