Justitia- oder Gerechtigkeitsbrunnen

  
Objekt: Justitia- oder Gerechtigkeitsbrunnen
Standort: Römerberg
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Schierholz, Friedrich
Material: Bronze und roter Sandstein, Geländer aus Schmiedeeiseisen, Basalt-Stufen
Entstehung: 1611 / 1887
Aufstellung: 1611schuf der Bildhauer Johann Hocheisen (1596 - 1635) den 1. Brunnen. 1874 nach Beschädigung entfernt, 1887 in Anlehnung an den alten Brunnen renoviert und am 11. Mai 1887 enthüllt.
Die Figur der "Justitia" (lat. Gerechtigkeit) verkörpert in der Kunst seit der Antike die Gerechtigkeit; so auch hier. Sie ist mit Waage und Schwert dargestellt. Die Waage steht für das sorgsame Abwägen, das Schwert für die konsequente Durchsetzung des Rechts.
Die vier Reliefs unter der Skulptur zeigen die Verkörperungen der  Kardinaltugenden: Nächstenliebe, Hoffnung, Mäßigung und Gerechtigkeit (lateinisch: Caritas, Spes, Temperantia und Justitia).
Geschaffen wurde die "Justitia" 1887 vom Frankfurter Künstler Friedrich Schierholz (1840-1894), gestiftet vom hiesigen Weinhändler Gustav D. Manskopf. An derselben Stelle stand ab 1543 der erste Frankfurter Springbrunnen und ab 1611 ein Justitia-Brunnen aus Stein.
1945 stellten die Amerikaner die "Justitia" für zwei Jahre symbolhaft in ihrem Hauptquartier auf.

Inschrift über den Reliefs:
"Iustitia in toto virtutum maxima mundo Sponte sua tribuit cuilibet aequa suum."
Justitia, auf der Welt der Tugenden erste und größte, teilt mit gerechter Hand jedem das Seinige zu.

(Text: Kratz, 2014)