Gutenberg-Denkmal

  
Objekt: Gutenberg-Denkmal
Standort: Rossmarkt
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Schmidt von der Launitz, Eduard (1797 - 1869)
Material: Galvanoplastik (Bronze), Sandstein
Entstehung: 1840
Aufstellung: Das Ehrenmal wurde 1840 zur 400 Jahrfeier der - Schwarzen Kunst - geschaffen. Grundsteinlegung am 6. November 1854.
Das "Gutenberg-Denkmal" (1840) steht auf dem Rossmarkt und gehört zu den Hauptwerken des Bildhauers Eduard Schmidt von der Launitz. Es ist im gotischen Stil ausgeführt und hat einen hohen Sandsteinunterbau. Auf dem Postament stehen drei lebensgroße Figuren, die Johann Gutenberg und seine zwei wichtigsten Geldgeber Johann Fust und Georg Schöffer darstellen. Unter dem Hauptgesims sind nebeneinander 14 Medaillonbildnisse von berühmten Buchdruckern angebracht: WILL CAXTON, ALDUS MANUTIUS, ESTIENNE, HANS LUFT, EGENOLPH, ELZEVIR, FEIERABEND, BREITKOPF, BODONI, DIDOT, TAUCHNITZ, BRÖNNER, ANDREAE und KÖNIG. Unter diesen befinden sich Wappenschilder von den Orten, die sich durch die Erfindung der Druckkunst einen Namen machten: MAINZ, STRASSBURG, VENEDIG und FRANKFURT. Gutenberg lebte von 1454 bis wahrscheinlich 1457 in Frankfurt. Hier druckte er den Ablassbrief, den Türkenkalender und die Kreuzzugsbulle des Papstes Calixt III. als Werbeschriften für die von diesem Papst und von Kaiser Friedrich III. angestrengte Abwehr der Türken. Auf den vier niedrigen Postamenten sitzen vier allegorische Figuren: THEOLOGIE, POESIE, NATURFORSCHUNG und INDUSTRIE. Davor befinden sich neuzeitliche Brunnenbecken. Das Ehrenmal für Johann Gutenberg und seine Geldgeber Fust und Schöffer wurde 1840, zur 400-Jahrfeier der "Schwarzen Kunst", aus Gips geschaffen. Die erste Großplastik in Galvanotechnik wurde 1858 enthüllt. Auf der Gedenktafel steht die Inschrift:
"ZU EHREN DER ERFINDUNG DER BUCHDRUCKKUNST
ERRICHTET BEI DER VIERTEN SÄKULARFEIER AM 24. JUNI 1840."