Fraa-Rauscher-Brunnen

  
Objekt: Fraa-Rauscher-Brunnen
Standort: Klappergasse
Stadtteil: Sachsenhausen
Künstler: Krämer, Georg
Material: Figur: Bronze
Entstehung: 1961
Aufstellung: Einweihung am 26.8.1961, anlässlich zum 471. Sachsenhäuser Brunnenfest.
Eine Attraktion für viele Frankfurt-Touristen ist noch heute der von dem Frankfurter Bildhauer Georg Krämer 1961 geschaffene "Fraa-Rauscher-Brunnen" in der Klappergasse 10. Zum Sachsenhäuser 471. Brunnenfest wurde der Brunnen am 26.8.1961 eingeweiht. Auf einem Sockel steht die Frauenfigur aus Bronze und spuckt in Intervallen Wasser auf vorbeikommende Passanten. Die Figur erinnert in der Darstellung an eine typische Sachsenhäuser Marktfrau. Sie hält rechts einen Krug und trägt am linken Arm einen Korb. Der Volksmund sagt ihr ein flottes Mundwerk nach und nennt sie auch "Hockin". In einem Volksstück von Adolf Stoltzes "Alt-Frankfurt" ist sie sogar literarisch verewigt. Ein Lied, das die Geschichte der Frau Rauscher erzählt, kennen die Einheimischen im Stadtteil Sachsenhausen: "Fraa Rauscher aus der Klappergass? die hat a Beul am Ei". Komponiert wurde es jedoch auf der anderen Mainseite, nämlich am 12.11.1929 von dem Redakteur Norbert Bruchhäuser, der Werbegraphiker Kurt Strouhs schrieb den Text und der Maler Karl Luckhardt lieferte das Porträt dazu: die Frau Rauscher mit einer dicken Beule am Kopf. Dokumentiert sind diese Angaben in einem Gästebuch der "Mainzer Weinstube" in der Kaiserhofstraße 8.