Die Handelskammer beschloss im Jahr 1839 ein Börsengebäude zu errichten und erwarb zwischen Paulskirche und Neue Kräme ein Grundstück von der Stadt. Der Berliner Oberbaurat Friedrich August Stüler gewann die Ausschreibung für die Errichtung der Neuen Börse. Der Frankfurter Architekt Jacob Friedrich Peipers war für die Ausführung des Entwurfs zuständig. Am 11. Dezember 1843 wurde das Börsengebäude eröffnet.
Johann Nepomuk Zwerger erhielt um 1840 den Auftrag die Skulpturen am Außenbau, die Allegorien der vier Kontinente Afrika, Amerika, Asien und Europa, zu realisieren. Die Allegorie Europa realisierte Zwerger nach dem Entwurf des vertorbenen Karl Eduard Wendelstadt. Bei einem Bombenangriff im Jahr 1944 brannte das Gebäude aus. Die Skulpturen Zwergers blieben jedoch nahezu unversehrt und sind heute vor der Neuen Börse zusehen.
Text der Tafel
Die sechs hier aufgestellten Figuren waren Teil des Fassadenschmucks des ersten Frankfurter Börsengebäudes von 1843 am Paulsplatz (Alte Börse). Sie repräsentieren die fünf Kontinente und den Landhandel und stehen für die Internationalität des Frankfurter Geld- und Warenhandels