Bulle & Bär
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| Objekt: |
Bulle & Bär |
| Standort: |
Börsenplatz |
| Stadtteil: |
Innenstadt |
| Künstler: |
Dachlauer, Reinhard (1922 - 1995) |
| Material: |
Bronze |
| Entstehung: |
1985 |
| Aufstellung: |
Wurde am 6. Oktober 1988 auf dem neugestalteten östlichen Teil des Börsenplatzes aufgestellt und dem Magistrat übergeben. |
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Vor der Börse steht überlebensgroß eine Bronze der beiden Leitfiguren der Finanzmärkte: "Bulle & Bär". Die Bronze wurde 1985 von der Wertpapierbörse anlässlich ihrer 400-Jahr-Feier gestiftet. "Bull" und "Bear" symbolisieren in der angelsächsischen Börsensprache steigende und fallende Kurse. Im deutschen Sprachgebrauch werden dafür die französischen Begriffe "Hausse" und "Baisse" verwendet. Der Bulle, in aufgerichteter majestätischer Pose, soll Aufbruch und Optimismus vermitteln, der Bär das Gegenteil. Er repräsentiert in seiner geduckten Haltung den Abwärtstrend an der Börse. Interessanterweise wurde der Bulle zwischen Börse und Bär platziert, quasi als Beschützer, der den Pessimismus von der Börse fernhalten soll.
"Bulle & Bär" ist das wohl bekannteste Werk von Reinhard Dachlauer, der 1922 in Frankfurt geboren wurde, ab 1948 in Würzburg lebte und zu den begabtesten Tierplastikern des 20. Jahrhunderts zählt. Wichtigster Lehrer des Autodidakten war stets die Natur selbst. Durch Verknappung und Verfestigung der Form erzielte Dachlauer in seinen Figuren einen erstaunlichen Ausdruck von Lebendigkeit, wovon nicht zuletzt seine Tierskulpturen in zoologischen Gärten ein Zeugnis ablegen. "Seit meiner Kindheit gilt meine Zuneigung den Tieren. Die Tierwelt mit ihrem unerschöpflichen Formenreichtum ist für mich daher zur Quelle bildnerischen Schaffes geworden. Mein Anliegen ist, den Menschen durch meine Plastiken die Tiere näher zu bringen, sie ihnen in ihrer Ursprünglichkeit wieder sichtbar zu machen. Die Auseinandersetzung zwischen Naturwahrheit und Abstraktion ist ein zentrales Problem meiner bildhauerischen Tätigkeit." (R.D.)