Karyatide
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| Objekt: |
Karyatide |
| Standort: |
Bockenheimer Anlage |
| Stadtteil: |
Innenstadt |
| Künstler: |
Fehrenbach, Gerson (1932 - 2004) |
| Material: |
Bronze |
| Entstehung: |
1964 |
| Aufstellung: |
1964 |
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Am Westufer des Sees, in der Bockenheimer Anlage, steht die 2,50 m hohe Plastik "Karyatide" des Berliner Bildhauers Gerson Fehrenbach. Sie ist eine amorphe, hoch aufrecht stehende Figur, auf einem Sockel aus Bronze. Die Karyatide wirkt in ihrer Formgebung expressiv, strahlt aber aufgrund ihrer ausgeglichenen Proportionen Harmonie aus. Ihre Kräfte scheinen im Gleichgewicht. Gerson Fehrenbach, 1932 in Villingen geboren, zählt zu den Individualisten unter den deutschen Bildhauern der Nachkriegszeit. Fehrenbach griff mythologische und christliche Motive ebenso auf wie er sich mit zeitgenössischen Bildhauerkollegen auseinandersetzte. Über Jahre kam er immer wieder auf bestimmte Formen und Formulierungen zurück, um diese weiter zu entwickeln und in andere Formate und Materialien zu übertragen.
Eine "Karyatide" ist eine Sonderform der antiken griechischen "Kore", einer freistehenden Plastik eines bekleideten Mädchens. Karyatiden sind Frauenfiguren, die in der Architektur z.B. als Säulen oder Pfeiler Stützfunktionen übernehmen und ihre Last frei auf dem Kopf tragen. Fehrenbachs Karyatide, die den Himmel über Frankfurt trägt, entspricht ganz dem Typ reizvoll spröder Plastiken, die der Künstler mit Vorliebe seit den frühen 1960er Jahren für öffentliche Aufträge schuf.
Gerson Fehrenbach absolvierte 1946 eine Holzbauerlehre bevor er in Freiburg, Paris und Berlin Bildhauerei studierte. 1959 wurde er Meisterschüler an der Hochschule für bildende Künste in Berlin bei Karl Hartung. Nach einem Aufenthalt 1962 in Florenz arbeitete er von 1963-1975 als Assistent am Lehrstuhl für Plastisches Gestalten bei Prof. Erich F. Reuter, TU-Berlin und von 1978-1980 dort als Lehrbeauftragter. 1962 den Villa Romana Preis und war zwei Jahre später Teilnehmer der Documenta III.