Die große Diagonale
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| Objekt: |
Die große Diagonale |
| Standort: |
Taunusanlage |
| Stadtteil: |
Innenstadt |
| Künstler: |
Siebel, Michael (* 1951) |
| Material: |
Granitblock |
| Entstehung: |
1980 |
| Aufstellung: |
Anlässlich der künstlerischen Neugestaltung des Anlagenringes. |
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Als der Magistrat der Stadt Frankfurt um das Jahr 1980 die künstlerische Gestaltung des Anlagenringes beschloss, übernahm der Frankfurter Bildhauer Michael Siebel die Aufgabe, einen bereits vorhandenen quadratischen Granitblock zu bearbeiten. Der Stein sollte durch eine abstrakte Gestaltung eine neue Ästhetisierung erfahren. Für Siebel, der gerade zwei Jahre vorher sein Studium der Bildhauerei bei Prof. Michael Croissant und Dozent Willi Schmidt an der Städelschule abgeschlossen hatte, war dies eine großartige Herausforderung. Für den Künstler war es die erste Erfahrung mit dem Werkstoff Granit, dessen Bearbeitung drei Monate in Anspruch nahm.
Da der Granit ohne Maschinen, d.h. nur bei Hand, bearbeitet wurde, bedeutete dies ein sehr reduziertes Eingreifen in das Volumen des 2 x 1 Meter großen Steins. Siebel richtete seine Werkstatt vor Ort unter freiem Himmel ein, und Passanten hatten so die einmalige Gelegenheit mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen. Zunächst wurden die vier Schauseiten in horizontaler Bewegungsrichtung optisch aufgeraut und strukturiert. Die Oberseite des Steins wurde im Originalzustand belassen. Dafür modellierte der Künstler die vier Seitenflächen, um dem Stein eine weiche, wie eingedrückte Form zu geben, die im Gegensatz zu der extremen natürlichen Härte des Materials steht. Dann entschied sich Siebel für eine minimalistische Geste und durchbrach mit einer strengen diagonalen Spur, die im Zickzack um den Stein herumführt, die Oberfläche.