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Stoltze-Brunnen

  
Objekt: Stoltze-Brunnen
Standort: Friedrich-Stoltze-Platz
Stadtteil: Innenstadt
Künstler: Schierholz, Friedrich (1840 - 1894)
Material: Brunnenstock: Sandstein, Bronze-Büste, Bronze-Tafeln
Entstehung: 1895
Aufstellung: Zum Gedenken an den Lokalpatrioten und Heimatdichter Friedrich Stoltze.

In der Nähe der Katharinenkirche steht seit 1981 der "Friedrich Stoltze-Brunnen" mit der Büste des Frankfurter Mundartdichter und Schriftstellers Friedrich Stoltze (1816-1891). Im Jahr 1992 wurde ebenfalls  der Platz in "Friedrich-Stoltze-Platz" benannt. Ursprünglich stand das Denkmal seit 1892 auf dem ehemaligen Hühnermarkt unweit von Stoltzes Geburtshaus. Der Brunnen wurde von dem Bildhauer Friedrich Schierholz entworfen, ausgeführt wurde er von dem Bildhauer Fritz Klimsch.
Das Denkmal, im Krieg beschädigt, musste teilweise rekonstruiert und restauriert werden. Das Postament besteht aus Sandstein, Büste, Reliefs und Tauben sind aus Bronze gegossen. An der Säule, auf der die Büste steht, sieht man Figuren bzw. Schöpfungen des Dichters: So der "Kapp", der "Rote Schornsteinfeger" und der "Kranke Mann". Die Säule schmückt ein Blumengewinde und sie mündet in einem dreieckigen Sockel an dessen Enden drei muschelförmige Becken angebracht sind.

Stoltze trat entschieden für Freiheit und Demokratie ein. Dies hatte sogar eine zeitweise Verbannung aus der Stadt Frankfurt zur Konsequenz.
In seiner Dichtung zeichnet er ein lebensnahes und anschauliches Bild von Frankfurt. Seine heiteren und auch ernsten und nachdenklichen Verse beschreiben alle Vorzüge und Schwächen der Stadt und ihrer Bürger. Stoltze wird in Frankfurt  gerne aufgrund seiner humorvollen, patriotischen Texte zitiert.
Berühmte Zitate: "Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Frankfurter!" oder "Es will merr net in de Kopp enei. Wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!"

Ein eingemeißelter Sinnspruch auf der Brunnensäule hält die Erinnerung an Stoltze lebendig:
DER LEBTE NICHT VERGEBENS,
AUCH IHM SEI DANK UND SANG.
DER UM DEN ERNST DES LEBENS,
DEN MENSCHEN ROSEN SCHLANG.